Leitfrage
Unter welchen Bedingungen verlieren komplexe Systeme Selbstkorrektur?
BenchEWSResearch ProgrammeOffenes Forschungsprogramm · MalliSoftware
BenchEWS macht strukturelle Veränderungen in komplexen Systemen messbar — transparent, falsifizierbar und offen für wissenschaftliche Prüfung.

Kanonische Programmreferenz · Stand 22. August 2026
BenchEWS ist ein offenes Forschungsprogramm zur vergleichenden Untersuchung von Frühwarnsignalen, Resilienz und Selbstkorrektur in komplexen adaptiven Systemen.
00 / Orientation
Wählen Sie den Einstieg, der zu Ihrer Frage passt.
Problem, Leitfrage, Begriffe und ausdrücklich benannte Grenzen.
→02 · PRÜFENEvidenzmatrix, Reifegrade, Falsifikation, Validierung und offene Lücken.
→03 · ANWENDENImplementierte Funktionen, dokumentierte Plattformen und die getrennte Roadmap.
→01 / Definition
BenchEWS (Benchmarking Early Warning Systems) entwickelt eine reproduzierbare, domänenübergreifende Umgebung, in der Indikatoren, Modelle und Diagnoseketten unter expliziten Annahmen, Unsicherheiten und Gültigkeitsbereichen verglichen werden. Das Programm untersucht, ob und unter welchen Bedingungen messbare Veränderungen der Beobachtung, Struktur oder Dynamik einem Verlust von Selbstkorrektur vorausgehen.
Unter welchen Bedingungen verlieren komplexe Systeme Selbstkorrektur?
Technische, ökologische, organisationale, institutionelle, gesellschaftliche, individuelle, ökonomische, finanzielle und netzwerkartige Systeme – jeweils über klar bezeichnete Adapter und Validierungsfälle, nicht über einen universellen Erklärungsanspruch.
02 / Boundaries
Diese Grenzen sind Bestandteil der wissenschaftlichen Aussage – keine Fußnote.
BenchEWS sagt Zeitpunkt oder Eintritt eines Kipppunkts nicht sicher voraus.
Das Programm liefert keine allgemeingültige Zahl dafür, wie viel „Druck“ ein beliebiges System aushält.
Agentenmodelle und maschinelles Lernen sind mögliche Module, aber keine zwingenden oder überall implementierten Bestandteile.
Ein plausibles Einsatzgebiet ist noch kein empirischer Wirksamkeitsnachweis.
Reichen Daten, Identifizierbarkeit oder Validität nicht aus, muss die Diagnose ausgesetzt werden.
03 / Architecture
Jede Aussage soll erkennen lassen, welchen Status sie besitzt.
Softwarefunktion mit prüfbarer Release-Evidenz
In spezifizierten Fällen gegen definierte Kriterien geprüft
Architektur oder Methode ohne vollständigen Nachweis
Falsifizierbare Behauptung mit Annahmen und Kill-Test
Keine belastbare Aussage im gegebenen Gültigkeitsbereich
Die ECHO/SCD-Semantik D → FCQ → RF(T) → TR → V ↺ ist eine spezifizierte Diagnosearchitektur; sie darf nicht rückwirkend als validierte Eigenschaft sämtlicher älterer Module gelesen werden.
04 / Sources
Bei Widersprüchen gilt die aktuelle, ausdrücklich als kanonisch bezeichnete und versionierte Quelle – nicht eine aus allgemeinen Fachquellen abgeleitete Zusammenfassung.
Metrological assessment of self-correction
10.5281/zenodo.21917450↗02Recommended introduction
10.5281/zenodo.21724459↗03Programme structure and relationships
10.5281/zenodo.21398929↗04Comparative early-warning assessment
10.5281/zenodo.21207501↗05Hypothesis-level contribution
10.5281/zenodo.21628885↗06Released software and documentation
10.5281/zenodo.21807143↗05 / Entstehung · Philosophisches Entrée 2017
Panta Rhei, Platons Höhle und die Frage nach Selbstkorrektur eröffneten den Denkraum. Daraus entstand kein philosophisch abgeleitetes Rechensystem, sondern die Forderung nach einer eigenständigen, falsifizierbaren mathematischen Metrologie.
Zur konsolidierten Entstehungsgeschichte →06 / Provenance
Dipl.-Ing. Bernd von Mallinckrodt · unabhängiges Forschungsprogramm · ORCID 0009-0005-5279-6607